Eichhörnchen sind in beinahe ganz Europa verbreitet und halten sich gerne da auf, wo sie Unterschlupf und Futter finden. Anstelle eines Winterschlafs halten sie nur Winterruhe und sind daher das ganze Jahr über auf Nahrung angewiesen. Was Eichhörnchen fressen und wie man sie im eigenen Garten füttern kann, erklären wir hier.
Eichhörnchen sind Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von verschiedenen Nüssen, Samen, Knospen und Trieben, sowie von Rinde und Baumsaft.
Die bei uns heimischen eurasischen Eichhörnchen dürfen – besonders im Winter – auch im eigenen Garten gefüttert werden. Dafür eignet sich spezielles Eichhörnchenfutter am besten, das nur Nahrung enthält, die die Nager auch benötigen und gut verdauen können.
Als Allesfresser ernähren sich Eichhörnchen sowohl von pflanzlicher als auch tierischer Kost. Ihre Ernährung richtet sich dabei nach dem verfügbaren Angebot in ihrem Revier und variiert je nach Jahreszeit.
Mit ihren scharfen Zähnen sind sie bestens für unterschiedliche Futtermittel ausgestattet. Ihre Schneidezähne wachsen ein Leben lang nach und müssen deshalb durch das Knacken von harten Schalen ständig abgenutzt werden.
Die Basis für ihre Ernährung und ein gesichertes Überleben bilden samentragende Bäume. Die Nagetiere bevorzugen nämlich Haselnüsse und Walnüsse sowie Fichtensamen und Kiefernzapfen.
Aber auch Früchte, Bucheckern und Sonnenblumenkerne, Beeren, Rosinen, Pilze, Knospen und die Triebe oder Rinde frischer Zweige gehören zu ihrer Ernährung. Getrocknete Mehlwürmer oder Soldatenfliegenlarven dienen den Tieren als proteinreiche Nahrungsergänzung und können ebenfalls zugefüttert werden.
An besonders heißen Tagen nehmen Eichhörnchen auch gerne Wasser aus Vogeltränken oder kleinen Schalen auf, da sie Flüssigkeit nicht ausschließlich über die benötigte Nahrung abdecken können. Die spülmaschinenfesten Erdenfreund Wasser- und Futternäpfe sind dafür optimal geeignet.
Im Herbst legen Eichhörnchen Depots an, in welchen sie ihre Nahrungsvorräte bunkern. Sie fressen sich nämlich – anders als andere Nagetiere – keinen Winterspeck an. Stattdessen nutzen sie die ein- bis zweistündige aktive Phase während der Winterruhe, um Nahrung aus den Depots zu holen.
Während dieser Ruhephasen ziehen sie sich in ihre Kobel – kugelförmige Nester aus Zweigen und Blättern – zurück, die sie meist hoch oben in Bäumen bauen. Auch ein bereitgestellter Nistplatz, beispielsweise unsere Eichhörnchenhäuser, werden von Eichhörnchen im Winter gerne bewohnt.
Ihre Vorräte verstecken sie häufig in der Nähe von Baumstämmen, in Spalten oder Baumhöhlen. Im Winter steht vor allem haltbare Kost auf dem Speiseplan, z. B. Samen, Nüsse und Pilze.
Natürlich kann das Eichhörnchen sich nicht jedes einzelne Depot genau merken. Dennoch findet es die meisten Vorräte anhand seines Geruchs- und Orientierungssinns meist wieder. Sie erkennen außerdem das Gebiet und das Muster, nach dem die Nahrung versteckt wurde.
Nicht gefundene Samen und Nüsse tragen übrigens dazu bei, dass neue Bäume heranwachsen. Eichhörnchen leisten somit einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Waldverjüngung.
Obwohl Eichhörnchen sich in Städten hin und wieder auch Essensreste bedienen, eignen sich gekochte Reste von menschlichem Essen nicht als Futter für die Nager. Beim Füttern von Eichhörnchen sollte außerdem auf die folgenden Lebensmittel verzichtet werden:
Auch süßes Obst wie Äpfel, Weintrauben oder Bananen sollte nur in kleinen Mengen gefüttert werden, da es zu Durchfall führen kann.
Tipp: Nüsse müssen vor dem Füttern nicht unbedingt geschält werden. Geschälte Nüsse verderben schneller, und die Nager können die Schale sowieso problemlos selbst knacken.
Werden Eichhörnchen dauerhaft mit ungeeignetem Futter versorgt, kann das zu akuten Krankheiten führen. Die Tiere können zudem ihre natürliche Vorsicht gegenüber Menschen verlieren. Das macht sie anfälliger für Gefahren durch Straßenverkehr, Katzen oder andere Fressfeinde.
Es ist ein verbreiteter Glaube, dass man Eichhörnchen nicht füttern darf. Tatsächlich ist es aber erlaubt, obwohl die Nager im Wald grundsätzlich kein zusätzliches Futter benötigen. Auch wenn Eichhörnchen in der Stadt nicht in ihrem natürlichen Lebensraum leben, sind die Tiere nicht vor dem Aussterben bedroht.
Wenn die kleinen Nager also im eigenen Garten zu sehen sind, kann es durchaus sinnvoll sein, eine geeignete Futterstation aufzustellen. Sie hilft den Tieren im Spätherbst, Winter und im Frühjahr bei der Nahrungssuche. Gerade Jungtiere, die im Frühjahr noch wenig Erfahrung haben, profitieren von einer unterstützenden Fütterung.
Eichhörnchen füttern im Garten funktioniert mit unseren Erdenfreund Eichhörnchen Futterhäusern ganz einfach. Sie bieten den Nagetieren einen sicheren und geschützten Platz zum Fressen.
Wichtig ist, die Futterstelle regelmäßig zu säubern, um die Übertragung von Krankheiten oder Schimmelbildung zu vermeiden. Am besten wird die Futterstelle in mindestens 2 Metern Höhe angebracht, damit die Nager bei Gefahr schnell flüchten können.
In dieser Höhe ist gleichzeitig ein bequemes Nachfüllen des Futters möglich. Ein zusätzlicher Schutz vor Katzen und anderen Fressfeinden erhöht die Sicherheit erheblich. Es sollten außerdem keine Erhöhungen in Reichweite sein, die z. B. Katzen nutzen können, um an die Futterstelle zu gelangen.
Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Füttern von Eichhörnchen nochmal für Sie zusammengefasst:
Ja, Kastanien, genauer Esskastanien, sind Bestandteil der Ernährung von Eichhörnchen. Trotzdem bevorzugen die Nager andere Nüsse und Samen. Esskastanien sollte man auch nur in kleinen Mengen verfüttern, da sie schnell schimmeln können.
Ja, Eichhörnchen essen Eicheln, sie sind aber nicht ihre bevorzugte Hauptnahrung. Obwohl die Nüsse viel Energie enthalten, führen die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe bei übermäßigem Verzehr zu Problemen mit der Verdauung.
Ja, Eichhörnchen dürfen Haferflocken fressen. Sie sind eine gute Energiequelle und in vielen fertigen Futtermischungen für Eichhörnchen enthalten. Wichtig ist, dass die Haferflocken zucker- und salzfrei sind und nur ergänzend gefüttert werden.
Eichhörnchen sind Allesfresser und auch bei der Wahl ihrer Nüsse nicht allzu heikel. Besonders gerne fressen sie Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern, Zirbelnüsse sowie Sonnenblumenkerne und andere Samen.
Erdnüsse sind als Eichhörnchen-Nahrung nicht geeignet, da sie leicht schimmeln und Blausäure enthalten. Diese kann bei den Nagetieren gesundheitliche Probleme hervorrufen.
Grundsätzlich fressen Eichhörnchen Nüsse ohne Schale. Trotzdem ist es nicht notwendig, die Nüsse im Voraus zu schälen, da die Nager sie selbst knacken können. Außerdem sind die Nüsse mit Schale länger haltbar und weniger anfällig für Schimmel.
Gelegentlich fressen die Tiere Eier, besonders, wenn sie tierisches Eiweiß benötigen oder die Nahrung knapp ist. Sie können dann auch zu Nesträubern werden und Vogelnester ausräubern. Nicht nur die Eier, sondern auch Jungvögel können den Nagern dann als Nahrung für Eichhörnchen dienen.
Eichhörnchen sind Allesfresser und essen neben Nüssen, Samen und Früchten auch tierische Kost wie Schnecken, Insekten und Larven. Sie sind aber nicht ihre Hauptnahrungsquelle, da sie pflanzliche Nahrung bevorzugen.
Ja, als Allesfresser knabbern Eichhörnchen auch gerne mal Äpfel an. Vor allem reifes Obst liefert wichtige Vitamine und Flüssigkeit. Wie beim Menschen auch gilt: Eichhörnchen sollten die zuckerreichen Früchte nur in Maßen essen und pestizidbelastetes Obst vermeiden, da dies sonst zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
Bildquellen:
Titelbild: ©Olympixel – stock.adobe.com (Datei-Nr. 335805615)
Erstes Bild im Text: ©Markus Alex
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