zuletzt aktualisiert am: 09.12.2025 Autor: Jonas Frey
Igel gehören mit zu den häufigsten Gartenbesuchern. Mit einem artgerechten Igelhaus kann man dem kleinen Nutztier einen idealen Unterschlupf gewähren. Wer ein Igelhaus im Garten aufstellen möchte und nach Tipps sucht, liest am besten weiter.
Für ein artgerechtes Igelhaus sollte man folgende Punkte berücksichtigen:
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Aufstellen eines Igelhauses:
Ein behagliches Igelhaus kann dem Igel einen Rückzugsort für den Winterschlaf bieten. Im Herbst begeben sich Igel auf die Suche nach einem geeigneten Unterschlupf für den Winter. Da sich der natürliche Lebensraum des Igels durch den Eingriff des Menschen in die Natur stetig verringert, kann ein Igelhaus dann als Behausung dienen.
Der ideale Standort für das Igelhaus ist an einem ruhigen, schattigen und vor Wetter geschützten Platz. Am besten wird es unter dichten Hecken oder Büschen auf den Boden gestellt, idealerweise in der Nähe eines Laubhaufens.
Igel sind standorttreue Tiere. Sofern sie sich sicher und wohlfühlen, kehren sie zu ihrem Nistplatz zurück. Daher ist eine gut informierte Standortauswahl für das Igelhaus besonders wichtig. Es gilt, die natürlichen Gewohnheiten des Igels zu berücksichtigen, um sicherzugehen, dass der Platz gut gewählt ist.
Ein ruhiges Plätzchen ist für den Igel als Rückzugsort sehr wichtig, damit er sich vor Lärm und Feinden behütet fühlt. Unter dichten Hecken und Büschen ist das Igelhaus auch vor Sonne und Witterung geschützt.
Besonders gut eignet sich auch ein Nistplatz neben einem Laub- oder Totholzhaufen. Zusätzlich kann man das Igelhaus mit trockenem Laub und Reisig abdecken.
Ein schattiger Platz ist besonders wichtig, da die einfallende Wintersonne zu Wärmestau führt. Das kann den Igel aus dem Winterschlaf wecken oder sogar lebensbedrohlich für ihn werden.
Bei einem feuchten Untergrund kann sich schnell Schimmel bilden, daher ist es wichtig, einen trockenen Untergrund für die Standortwahl zu berücksichtigen. Der Boden sollte möglichst trocken und sandig sein. Bestenfalls sollte die Humusschicht entfernt und mit einem Sand-Kies-Gemisch aufgefüllt werden.
Das richtige Nistmaterial für den Untergrund sind splitterfreie Holzchips. Diese bilden die perfekte Drainage und verhindern die Bildung von Schimmel und Bakterien.
Um den Igel auch vor Niederschlag und Wind zu schützen, sollte das Haus mit der Öffnung wetterabgewandt aufgestellt werden. Daher das Igelhaus am besten nach Südosten ausrichten.
Damit sich kein Wasser sammelt oder sich Pfützen bilden, sollte man das Igelhaus auf einer leicht erhöhten Stelle platzieren.
Tipp: Mit einem Tierhausschutzöl kann das Igelhaus zusätzlich vor Feuchtigkeit und Nässe geschützt werden.
Ein Igelhaus wird am besten im Herbst zwischen September und Mitte November aufgestellt. So kann das Haus dem Igel als Unterschlupf während des Winterschlafs dienen. Zu dieser Zeit bereiten sich die Igel auf den Winter vor und suchen für ihren Schlaf einen geeigneten Ort. Daher ist es besser, das Igelhaus schon im September einzugsbereit zu platzieren, da sich bis Mitte November nur noch vereinzelt junge Igel auf Nahrungssuche begeben.
Zusätzlich kann dem Igel das Haus als Tagesschlafplatz oder ein Igelfutterhaus im Sommer helfen. Im Mai ist übrigens Paarungszeit. Die Igel-Jungtiere werden von Juni bis August geboren und dann 3 Wochen gesäugt. Hierzu suchen die Igelmütter ebenfalls sichere Unterschlüpfe.
Und auch sonst suchen Igel während der aktiven Zeit täglich sichere Unterkünfte, um tagsüber zu schlafen. Igelhäuser sind also rund ums Jahr in Gebrauch und könnten daher immer zu verschiedenen Zwecken aufgestellt werden. Tipp: Ein Igelhaus eignet sich ganzjährig als perfektes Geschenk für den Garten.
Für einen geeigneten Igel-Unterschlupf sind neben dem Standort und dem richtigen Zeitpunkt noch weitere Punkte zu beachten. Die folgenden Tipps garantieren ein artgerechtes Haus für den Igel.
Damit sich der Igel im Haus vor der Kälte gut schützen und einkuscheln kann, muss es befüllt werden. Am besten eignen sich eine Sand-Kies-Schicht auf dem Boden und darüber splitterfreie Holzchips. Natürliche Materialien wie Laub, Stroh und Heu sind hingegen weniger geeignet, da sie Feuchtigkeit schnell aufsaugen und sich so Schimmel bilden kann.
Der sandige Untergrund dient als Drainage: Feuchtigkeit kann nach unten ablaufen. So kann der Feuchtigkeitsentwicklung entgegengewirkt werden und es bilden sich weder Schimmel noch Bakterien.
Über die Drainageschicht wird wärmendes Nistmaterial gelegt. Dafür eignet sich Holzwolle am besten. Zu dicht befüllt sollte das Igelhaus allerdings nicht werden, da Igel gerne selbst noch etwas Laub für ihren Unterschlupf sammeln.
Das gesamte Nistmaterial sollte dann bei einem Frühjahrsputz nach dem Winterschlaf ausgewechselt werden. Für die gründliche Reinigung eignet sich heißes Wasser, auf chemische Putzmittel hingegen unbedingt verzichten. Ein Igelhaus mit einem abnehmbaren Dach und ohne Boden erleichtert die Säuberung und lässt das Haus schneller trocknen.
Die meisten Igel bevorzugen ein Igelhaus aus Holz ohne Boden und nisten sich auf natürlichem Untergrund ein. Sie graben sich zum Schlafen gerne eine kleine Mulde in die Erde. Ein Igelhaus ohne Boden begünstigt also das natürliche Verhalten der Tiere und sie fühlen sich dort wohler.
Falls man den Unterschlupf mit einer Matte isolieren will, sollte man diese bestmöglich mit Laub, Kies oder Sand bedecken, damit der Boden so naturnah wie möglich bleibt. Alternativ bietet sich Holzwolle für eine natürliche Isolierung an.
Während Igel ihren Winterschlaf halten, ist es besonders wichtig, sie nicht zu stören. Denn dafür benötigen Igel ihre Ruhe. Daher sollte keineswegs nachgesehen werden, ob der Igel eingezogen ist.
Ob das Igelhaus bewohnt wird, kann man testen, indem man einen kleinen Ast vor den Eingang legt. Der Igel muss diesen verschieben, um ins Haus zu gelangen. Somit ist ein verschobener Ast ein Indiz dafür, dass ein Igel eingezogen ist.
Um den Igel vor Witterung und Fressfeinden zu schützen, verfügen artgerechte Igelhäuser über einen separaten Eingangsraum. Dieser ist zumeist durch einen Labyrinthweg vom Schlaf- und Nistraum getrennt.
Auch weil Igel ihre Notdurft an ihrem Schlafplatz verrichten, ist es wichtig, ein Igelhaus ohne Boden zu wählen. Mit dem richtigen Nistmaterial und einer geeigneten Drainage-Schicht kann die Feuchtigkeit so nach unten abgeleitet werden.
Wer Sorge vor Ratten hat, kann sich ein Igelhaus mit Rattenschutzklappe besorgen. Ratten haben vor der schwingenden Bewegung der Tür Angst, den Igel stört das allerdings nicht. Im Idealfall lässt sich auch das Dach mit einem Verschluss absichern.
Ein artgerechtes Igelhaus misst mindestens 40 x 30 x 25 Zentimeter. Idealerweise kann die Länge noch erweitert werden. Zu groß sollte es allerdings nicht ausfallen, da sich Igel gerne in kleinere Verstecke zurückziehen. Kleinere Häuser bleiben im Winter außerdem wärmer.
Igel sind Einzelgänger und wählen daher keinen bereits besetzten Unterschlupf für ihren Winterschlaf aus. Ein weiteres Igelhaus kann somit einem neuen Igel ein Zuhause bieten. Zusätzlich dienen mehrere Standorte als Ausweichmöglichkeit.
Ein igelfreundlicher Garten ist möglichst naturnah gestaltet, beispielsweise mit Laubhaufen, längerem Gras und wild wuchernden Ecken. Auf laute Geräte und Pestizide sollte hingegen verzichtet werden. So findet der Igel viel Nahrung, Unterschlupf und es warten keine Gefahren auf ihn.
Ein Igelhaus im Garten ist nur dann erfolgreich, wenn er für den Igel zugänglich und attraktiv ist. Bei einem eingezäunten Garten sollte ein mindestens 11,5 x 11,5 Zentimeter großes Loch geschnitten werden, damit der Igel in den Garten gelangen kann.
Ganz wichtig ist es, Löcher und Gruben aufzufüllen. Aus diesen kommt der Igel alleine nicht mehr raus. Im Falle eines Teichs sollte ein Aufgang angebracht werden, damit der Igel herausklettern kann. Somit garantiert man einen sicheren und igelfreundlichen Garten.
Einer der einschneidendsten Gründe für den Rückgang der Igelpopulation ist der Verlust seines natürlichen Lebensraums. Außerdem werden die kleinen Tiere durch Mähroboter und Autos bedroht.
Durch den Mangel an Vielfalt und den stetigen Ausbau von Kulturlandschaften und Wohngebieten zieht sich der Igel zumeist in Gärten zurück. Um dem kleinen Säugetier ein möglichst naturnahes Zuhause zu bieten, ist eine vielfältige Gartenlandschaft essenziell.
Ein Verzicht auf Pestizide und laute Geräte, wie beispielsweise Rasenmäher und Laubbläser, ist ebenfalls besonders wichtig. Zudem sollte das Gras nicht zu kurz gemäht werden.
Längeres Gras lockt auch Insekten an, die der Igel gerne frisst. Wer noch zusätzlich Futter anbieten möchte, kann ein Futterhaus aufstellen und mit speziellem Igelfutter aus Insekten, Ei und Fleisch auffüllen.
Bei einem neuen Igelhaus lassen sich die kleinen Wildtiere besonders gut mit Mehlwürmern und Soldatenfliegenlarven anlocken. Zur ganzjährigen Fütterung eignen sich unser getreidefreies Premium Igelfutter oder das besonders leicht verdauliche Premium Brei Igelfutter gut. Sie liefern artgerechte Nährstoffe und sind reich an Proteinen, Fett und Energie.
Igel sammeln für ihren Schlafplatz gerne Laub und Moos. Daher sollte das Laub in einem naturnahen Garten am besten nicht zur Gänze aufgesammelt und verräumt werden.
Zumindest um das Igelhaus herum sollte Laub liegen bleiben, da Igel nur in unmittelbarer Nähe zu ihrem Unterschlupf Nistmaterial sammeln.
Einen artgerechten Unterschlupf nutzen Igel als geschützten Rückzugsort. Dabei ist der richtige Standort besonders wichtig – dieser sollte trocken und geschützt sein. Wichtig ist auch, dass der Garten igelfreundlich gestaltet wird, damit sich der Igel im Garten wohlfühlt. Mit den genannten Tipps wird garantiert schon bald ein weiterer Igel ein neues Zuhause finden!
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