Der Winter ist für viele Tiere nicht nur wegen der frostigen Temperaturen, sondern auch aufgrund des knappen Nahrungsangebots eine harte Zeit. Eichhörnchen legen sich deshalb schon im Herbst Depots mit Nüssen und Samen an. Ihre Winterruhe unterbrechen sie nur, um sich daran zu bedienen. Hier geht es um alles Wichtige rund um Eichhörnchen im Winter!
Eichhörnchen halten keinen echten Winterschlaf, sondern eine Winterruhe. Diese unterbrechen sie täglich für etwa ein bis zwei Stunden, um Nahrung aufzunehmen. Damit sie den Winter überstehen, legen die Nagetiere bereits im Herbst Vorräte aus Nüssen und Samen in verschiedenen Depots an.
In ihrem natürlichen Lebensraum sind Eichhörnchen nicht auf die Fütterung von Menschen angewiesen, sondern profitieren als Allesfresser von einem großen Nahrungsangebot. Erst wenn die Stadt zum Lebensraum wird und Nahrung knapp ist, kann eine Zufütterung sinnvoll sein. Wichtig ist die Bereitstellung von Futter und Wasser in einer sicheren Höhe von mindestens zwei Metern.
Eichhörnchen bauen sich für die Winterzeit mehrere Nester – sogenannte Kobel. Eines dieser Nester wird ausschließlich für die Ruhephasen und das andere für die aktive Zeit benutzt. Weitere Kobel dienen als Ausweichmöglichkeit, sollte das Ruhenest verschmutzt, zerstört oder von Fressfeinden aufgesucht werden.
Auch für mögliche Nachkommen bauen die Nager vorsorglich Nester. Als Einzelgänger bewohnen sie ihre Kobel ausschließlich alleine. Die Kobel sind bauliche Meisterwerke, die nahezu wasserdicht sind und gut gegen die winterliche Kälte schützen. Sie bestehen in der Regel aus verschiedenen Materialien, wie:
Mit eigenen Eichhörnchenhäusern kann ebenfalls ein passender Unterschlupf für die Nager bereitgestellt werden. Unsere artgerechten Eichhörnchenhäuser zum Schlafen, für die Winterruhe und zum Großziehen der Eichhörnchen Jungtiere sind hochwertig handgefertigt – aus regionalem 2 cm starkem deutschen Massivholz.
Grundsätzlich finden Eichhörnchen in ihrem natürlichen Umfeld genug Baumaterial für ihre Nester. Es ist aber auch längst keine Seltenheit mehr, dass sich die Nager in städtischen Umgebungen niederlassen.
Wenn Eichhörnchen im eigenen Garten leben, kann man diesen wildtierfreundlich gestalten. Ein naturnaher Garten lebt von fruchttragenden Bäumen und Sträuchern. Zusätzlich profitieren die Nagetiere von natürlichen Wasserquellen wie einem kleinen Teich.
Beim Baumschnitt sollte man berücksichtigen, dass die Kobel in mindestens sechs Metern Höhe gebaut werden. Entsprechende Baumbestände sollten erhalten bleiben, um den Lebensraum für die Eichhörnchen zu sichern. Wichtig ist, vor einem Rückschnitt immer zu überprüfen, ob bereits ein Nest vorhanden ist!
Eichhörnchen gehören nicht zu den bedrohten Tierarten und müssen nicht unbedingt gefüttert werden – trotzdem ist es erlaubt. Wie notwendig eine Zufütterung ist, hängt von den Umständen ab: Steht ein besonders harter oder langer Winter vor der Tür? War es ein extrem heißer Sommer, bei dem viel Ernte vertrocknet ist?
Was fressen Eichhörnchen? Eichhörnchen sind Allesfresser, was ein vielfältiges Futterangebot möglich macht:
Wichtig: Erdnüsse und Mandeln sind kein geeignetes Futter! Die enthaltene Blausäure ist für die Nager unverträglich und kann sogar tödlich für sie sein.
Das Bereitstellen von geeignetem Eichhörnchenfutter hilft den Nagetieren dabei, den Winter unbeschadet zu überstehen. Entdecken Sie artgerechtes Eichhörnchenfutter bei Erdenfreund – zur ganzjährigen Unterstützung der Wildtiere. Unsere hochwertige Erdenfreund Futterprodukte sind naturbelassen, ohne unnötige Zusatzstoffe und stammen aus regionalem Anbau. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien und essenziellen Fettsäuren.
Vor allem im Herbst und Winter ist es ratsam, Nüsse mit Schale anzubieten. Dadurch wird verhindert, dass die Nüsse schimmeln, wenn sie in einem Depot vergraben werden. Außerdem knacken Eichhörnchen die Schalen mit ihren scharfen Zähnen und Krallen problemlos.
Für Jungtiere können zusätzlich geschälte Nüsse bereitgestellt werden, da sie beim Knacken oft noch Schwierigkeiten haben. Davon kann man einfach öfters kleinere Mengen ausgeben, um zu verhindern, dass sich Schimmel bildet.
Übrigens: Eichhörnchen finden etwa 70 bis 80 % ihrer Futterverstecke wieder. Dabei hilft ihnen ihr ausgeprägter Geruchs- und Orientierungssinn. Aber nicht immer werden alle Depots geleert, was zu einer natürlichen Vermehrung von Pflanzen beiträgt.
Neben dem Zufüttern sollte den Nagetieren auch Wasser angeboten werden. Das kann zum Beispiel ein Gartenteich oder eine erhöhte Vogeltränke sein. Eigene Wassernäpfe in der Nähe der Futterstelle sind dafür eine gute Lösung.
Wichtig ist auch hier eine hochwertige Verarbeitung der Näpfe. Unsere Erdenfreund Futter- und Wassernäpfe sind wasserundurchlässig, heiß gebrannt und grün glasiert. Das Beste ist, dass die Näpfe spülmaschinenfest sind. Das erleichtert die regelmäßige Reinigung.
Die Nüsse können in speziellen Futterhäusern für Eichhörnchen zur Verfügung gestellt werden. Diese sollten zum Schutz vor Fressfeinden in mindestens zwei Metern Höhe und so weit wie möglich vom Haus entfernt angebracht werden. So können die Tiere bei Gefahr schnell flüchten. Für ein regelmäßiges Befüllen und Reinigen sollten die Häuser aber dennoch gut erreichbar sein.
Die wichtigsten Merkmale von unseren tierfreundlichen und hochwertigen Futterstationen sind:
Tipp: Das Futterhaus am besten regelmäßig mit einem feuchten Tuch und ohne starke Reinigungsmittel säubern, um Bakterien und Schädlingen vorzubeugen.
Eichhörnchen halten Winterruhe – doch wo liegt der Unterschied zu Winterschlaf und Winterstarre?
Bei der Winterruhe reduzieren die Tiere ihren Stoffwechsel und verlangsamen ihren Herzschlag – jedoch bei Weitem nicht so stark wie beim Winterschlaf. Während der Winterruhe behalten Eichhörnchen und andere Tiere ihre Körpertemperatur und Atemfrequenz bei.
Sie verbringen den Großteil des Tages mit Ruhen und Schlafen, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Diese wird für die ein bis zwei Stunden gebraucht, die die Tiere täglich mit der Futtersuche und -aufnahme verbringen. Abhängig von der Witterung verlassen sie manchmal aber auch tagelang nicht ihr Versteck.
Während des Winterschlafs werden Herzschlag und Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert. Auch die Körpertemperatur wird an die Außentemperatur angepasst. So brauchen die Tiere nur noch sehr wenig Energie, die sie zuvor “anfressen” können.
Die meisten Tiere wachen nicht auf, während sie Winterschlaf halten oder haben nur sehr wenige aktive Phasen. Sie müssen keine Nahrung aufnehmen, sondern zehren von dem im Herbst angefressenen Winterspeck. Winterschlaf halten beispielsweise Igel, Fledermäuse, Siebenschläfer oder Hamster.
Noch stärker als im Winterschlaf werden Herzschlag und Atmung in der Winterstarre verlangsamt. Die Körpertemperatur wird mit der Außentemperatur gesenkt und kann auch unter den Gefrierpunkt fallen. Die Tiere nehmen keine Nahrung auf und haben keine aktiven Phasen.
Das heißt, die Tiere wachen auch erst dann wieder aus der Starre auf, wenn die Temperaturen entsprechend ansteigen. Die Winterstarre ist demnach ein “Kältestillstand”, der wechselwarmen Tieren (z. B. Frösche, Reptilien oder Insekten) hilft, den Winter energiearm zu überleben.
Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zu Eichhörnchen im Winter nochmal für Sie zusammengefasst:
Nein, Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Sie legen im Herbst Vorräte an, für die sie im Winter für kurze Zeit (etwa 1–2 Stunden täglich) aus ihrem Kobel kommen. Ihre Körperfunktionen sind dabei nur leicht herabgesetzt, damit sie weiterhin genug Energie für die Nahrungssuche haben.
Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe halten, lässt sich kein konkreter Zeitraum für die ruhige Phase bestimmen. Abhängig von den Witterungsverhältnissen beginnt die Winterruhe zwischen November und Dezember und geht bis April oder Mai.
Die langen Ruhephasen verbringen Eichhörnchen in ihren Nestern, die die Kälte gut abhalten. Erst wenn sie auf Nahrungssuche gehen, verlassen die Nager die Kobel. Je nach Wetter kann es auch dazu kommen, dass die Eichhörnchen schlafen und ihr Nest für mehrere Tage nicht verlassen.
Gerade wenn Eichhörnchen in städtischen Gegenden wohnen, kann es sinnvoll sein, den Nagern im Winter Futter anzubieten. Sie sind während der Wintermonate weniger aktiv als im Sommer, benötigen aber weiterhin regelmäßig Futter.
Du siehst gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicke auf die Schaltfläche unten. Bitte beachte, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Du siehst gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicke auf die Schaltfläche unten. Bitte beachte, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Du siehst gerade einen Platzhalterinhalt von Trustpilot. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicke auf die Schaltfläche unten. Bitte beachte, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.